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So funktioniert die Kläranlage
Mechanische und biologische Reinigung
Die Abwasserreinigung ist in den letzten Jahren sehr aufwendig geworden und erfolgt in verschiedenen Einzelschritten. Eine Kläranlage entspricht im Prinzip einer "Fabrik", die sauberes Wasser produziert. In diesem umfangreichen Prozess werden mechanische, biologische und teilweise auch chemische Verfahren eingesetzt.
In 5 Schritten erfolgt die Klärung des Abwassers.
Rechen
Wenn das Abwasser in der Kläranlage eintrifft, wird es zunächst in mehreren Schritten einer mechanischen Reinigung unterzogen. Das Abwasser durchläuft eine Rechenanlage, die alle groben Inhaltsstoffe zurückhält. Dabei wird leider immer wieder sichtbar, wie viel Abfall über die Kanalisation entsorgt wird.
Allgemeines Schmutzwasser wird mit Feinrechen bearbeitet. Regenwasser durchläuft einen Grobrechen.
Sandfang
Im nachfolgenden Sandfang reduziert sich die Fließgeschwindigkeit. Schwere Stoffe, wie Sand und Kies, sinken ab. Der vom Abwasser getrennte Sand wird auf der Mülldeponie entsorgt, Fette gelangen in den Faulraum.
Ausstattung:
Belüftung, Räumer und Fettfang
Vorklärbecken
Im Vorklärbecken wird die mechanische Abwasserreinigung abgeschlossen. Durch Beruhigung werden die absetzbaren Stoffe zurückgehalten. Langsam absinkende Feststoffe und aufschwimmende Stoffe trennen sich vom fließenden Wasser. Beides wird zusammen geschoben und entfernt (Primärschlamm).
Die Schlammmenge beträgt zwischen 20 und 70 m³ /d bei einem Volumen von 630 m³.
Belebungsbecken
Nun beginnt im Belebungsbecken die biologische Reinigung: Mikroorganismen, z.B. Bakterien, die im so genannten "Belebtschlamm" (Flocken aus organischen Teilchen) enthalten sind, bauen die gelösten und feinzerteilten organischen Schmutzstoffe des Abwassers ab. Ein Vorgang, der die Selbstreinigungsprozesse der natürlichen
Gewässer nachvollzieht. Ammonium wird in Nitrat umgewandelt.
Da die Mehrzahl dieser Bakterien Sauerstoff benötigt, wird dieser durch eine Druckbelüftung in das Becken geblasen. Der Sauerstoffgehalt beträgt zwischen 0,8 und 2 mg / l.
Nachklärbecken
Im anschließenden Nachklärbecken werden die Belebtschlammflocken - wie in der Vorklärung - auf mechanischem Weg vom gereinigtem Abwasser getrennt und als so genannter Rücklaufschlamm wieder ins Belebungsbecken geleitet.
Der Zuwachs an Belebtschlamm wird wie der Primärschlamm als so genannter Sekundärschlamm ebenfalls der Schlammbehandlung zugeführt.