Katze auf Heizung
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Kalte Nahwärme

Wer im Neubaugebiet Max-Erst-Straße sein Eigenheim errichtet, wird keinen Schornsteinfeger brauchen. „Kalte Nahwärme“ heißt das Zauberwort und klingt zunächst wie ein Widerspruch in sich. Gemeint ist die Heizenergie aus dem Erdreich – eine Umweltquelle, die nie versiegt.

In einem kalten Nahwärmenetz werden Sonden in einem zentralen Bohrfeld eingebracht und diese an ein Ringleitungsnetz angeschlossen, in dem das Wärmeträgermedium zirkuliert. Dieses Wärmeträgermedium, ein Wasser-Glykolgemisch, nimmt die Wärme des Erdreichs mit seinen ganzjährig konstanten Temperaturen von zehn bis zwölf Grad Celsius auf. Die vom Bohrfeld aufgenommene Energie wird über eine Ringleitung zu den jeweiligen Gebäuden transportiert.

Kalte Nahwärme - Prof. Dipl. Ing. Thomas Giel

Wärmepumpen in den Gebäuden greifen auf das kalte Nahwärmenetz zu und heben die bereitgestellte Energie auf das gewünschte Temperaturniveau.

Das abgekühlte Wasser wird dann über den Rücklauf des kalten Nahwärmenetzes wieder den Erdwärmesonden zugeführt. Abhängig von den lokalen Umständen können so aus 1 Anteil Strom bis zu 5 Anteile gebrauchsfertige Wärme gewonnen werden. Durch den Einsatz von regenerativ erzeugtem Strom ist die CO2-freie Wärmebereitstellung für die Gebäude gewährleistet.

Neben der Heizung im Winter bietet das Netz auch die Möglichkeit, die Häuser im Sommer ökologisch und wirtschaftlich zu kühlen ("Freecooling"). Die in den sommerlich-heißen Innenräumen aufgenommene Wärme führen die Leitungen zurück ins Erdreich und ermöglichen damit gleichzeitig eine Regeneration des Erdsondenfeldes.